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Westnetz HSE App
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Die App ist jetzt schon ein Erfolg. Wir haben in den ersten Wochen nach dem Start bereits deutlich mehr Meldungen als letztes Jahr zu verzeichnen. Und auch die Zusammenarbeit mit Panvision war wirklich sehr angenehm – von der Abstimmung mit dem Projektleiter bis hin zu den Reaktionszeiten, wenn es mal Zeitdruck gab, waren wir sehr zufrieden.

Marvin Braun,

Projektleiter bei der Westnetz GmbH, zuständig für die HSE App

Wie der Strom- und Gasverteilnetzbetreiber Westnetz mit einer Health Safety & Environment-App von Panvision die Arbeitssicherheit erhöht

Mit 5.800 Beschäftigten, 175.000 km Strom- und 24.000 Kilometern Gasnetz stellt die Westnetz GmbH die Energieversorgung in Westdeutschland sicher und ist rund um die Uhr im Einsatz, wenn es darum geht, ihren Kunden eine gleichbleibend hohe Versorgungssicherheit zu bieten. Da Sicherheit für das Unternehmen aus Dortmund nicht nur bezogen auf die Energieversorgung, sondern auch innerbetrieblich ein wichtiges Thema ist, hat die Westnetz GmbH Panvision mit der Entwicklung einer HSE-App beauftragt.

Die Ausgangssituation

Neben dem Zusammenspiel von Know-how und jahrelanger Erfahrung sieht das Unternehmen Westnetz vor allem in der Digitalisierung eine große Chance zur Weiterentwicklung. Allen voran rückte das Thema „Meldung von Beinaheunfällen“ bereits einige Male in den Fokus der Digitalisierungsbemühungen: „Das Thema beschäftigt uns schon seit Jahren, aus verschiedensten Gründen ist es jedoch bisher nicht aktiv vorangetrieben worden“, erzählt Marvin Braun, der für die HSE App zuständige Projektleiter der Westnetz, und erklärt, wie der Prozess zur Meldung eines Beinaheunfalls bis dato ablief: „Es gab ein Formular zur Erfassung in unserem Intranet; dies war keine befriedigende Lösung für all unsere Mitarbeitenden, die im mobilen Netzbetrieb – nur mit einem Smartphone und/oder Tablet ausgestattet – umständlich darauf zugreifen sollten. Dementsprechend wenig Meldungen sind eingegangen.“
 
Doch dort, wo Mitarbeiter im Netzbetrieb an der Energieversorgung arbeiten, kann es trotz größter Vorsicht und jahrelanger Expertise zu unvorhergesehenen Situationen und eben auch Unfällen oder Beinaheunfällen kommen. Andreas Schulte, Teamleiter für den Bereich Arbeitssicherheit in der Westnetz GmbH erläutert: „Wir sind ein wirtschaftlich und technisch erfolgreicher Netzbetreiber, mit sehr gut qualifizierten Menschen, die täglich ihr Bestes geben. Arbeits- und Versorgungssicherheit waren immer schon wichtig für uns. Dennoch kommt es leider immer wieder zu besonderen Belastungen, zum Beispiel durch das Arbeiten unter Pandemiebedingungen oder durch Krisen, sowie zu gefährlichen Situationen und auch zu schweren Unfällen. Bei unserem hohen Niveau in der Sicherheitsleistung und im Gesundheitsmanagement haben wir uns auch auf technische und organisatorische Exzellenz verlassen. Eine Vielzahl der vergangenen Unfälle hätte aber durch eine bessere Risikowahrnehmung verhindert werden können. Nur wenn wir konsequent den Menschen in den Mittelpunkt stellen und an unserer Sicherheitskultur und unserem Stressmanagement arbeiten, können wir Unfälle und stressbedingte Krankheiten nachhaltig verhindern. Dazu haben wir im Februar 2021 das Programm GEMEINSAM gesund & sicher gestartet.“

Zielsetzung und Auftrag an Panvision

Mit dieser Erkenntnis wurde das Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz noch einmal stark vorangetrieben, um dem Ziel, dass jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter so gesund wieder nach Hause geht, wie sie bzw. er zu Beginn der Arbeit gekommen ist, näher zu kommen. Da auch die Führungskräfte und Mitarbeitenden dafür verantwortlich sind, die Arbeits- und Gesundheitsschutzkultur gemeinsam aktiv zu leben und nachhaltig weiter zu entwickeln, entschied man sich relativ schnell für den Einsatz einer App, um Beinaheunfall-Meldungen standortunabhängig erfassen und absenden zu können.

Nach einer eingehenden Marktanalyse wurde Panvision, die ein sehr ähnliches App-Konzept bereits in einem vorangegangenen Projekt zusammen mit SPIE Deutschland & Zentraleuropa, dem führenden Multitechnik-Dienstleister für Gebäude, Anlagen und Infrastrukturen und langjährigen Partner von Westnetz, erfolgreich umgesetzt hatte, als Favorit für die Entwicklung ausgesucht. Da die beiden Unternehmen vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen pflegen, konnte das Grundgerüst der App einfach übernommen und individuell an die Bedürfnisse und Ideen der Westnetz GmbH angepasst werden.
Ziel war es, die Mitarbeitenden von Westnetz sowie externe Dienstleister für das Thema Beinaheunfall zu sensibilisieren und eine Plattform zu schaffen, mit der potenziell unsichere Situationen schnell, einfach und von jedem Ort aus gemeldet werden können, um so Unfälle möglichst von vornherein zu vermeiden.
 
„Das Schärfen unserer Risikowahrnehmung ist eine gemeinsame Aufgabe und Anliegen der Führungskräfte, Mitarbeiter*innen und auch der Mitbestimmung. Wir alle werden daher neu lernen, was uns überlasten und krank machen kann oder was es bedeutet, wirklich sicher zu arbeiten. Und wir werden uns gegenseitig helfen, auf uns und unsere Partner zu achten, damit auch diese geschützt sind“, erklärt Andreas Schulte, Teamleiter für den Bereich Arbeitssicherheit in der Westnetz GmbH.

Die App im Überblick

Neben einer Nachrichten-Funktion, über die auch aktuelle News der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes veröffentlicht und von den Mitarbeitenden gelesen werden können, steht die Beinahe-Unfallmeldung im Fokus der App. Gekoppelt an das Firmennetzwerk, sind die Inhalte und Daten gut geschützt und können nur von berechtigten Mitarbeitenden des Bereiches HSE eingesehen werden.
 
Um einen Beinaheunfall zu melden, gibt der oder die Mitarbeitende in der App den Ort an, an dem sich das jeweilige Ereignis zugetragen hat bzw. die unsichere Situation vorgefunden wurde und ob er oder sie selbst am Beinaheunfall beteiligt war – oder diesen nur beobachtet hat. Für eine schnellere Standortbestimmung können alternativ die von der App ausgewerteten Geokoordinaten übernommen werden.
 
Zur möglichst genauen Skizzierung des Risikos hat die meldende Person die Möglichkeit, die kritische Situation per Freitext zu beschreiben und bei Bedarf zusätzlich Fotos vom Ereignis mit anzuhängen. Der oder die Meldende kann anschließend frei entscheiden, ob die Meldung anonym abgesendet oder mit namentlicher Nennung erfolgen soll – letzteres informiert zusätzlich auch die jeweiligen Vorgesetzten per E-Mail, während eine anonyme Meldung zunächst an das HSE-Team geleitet wird. Als zusätzliche Hilfestellung kann über eine Karte eine Liste aller Ansprechpartner für Arbeitssicherheit der verschiedenen Standorte in der App eingesehen werden.
 
Um in jeder Situation die Verfügbarkeit der Beinaheunfall-Meldung sicherzustellen, funktioniert die App auch offline, wenn keine Internet- bzw. Mobilfunkverbindung besteht. In diesem Fall wird die Nachricht zunächst zwischengespeichert und automatisch abgeschickt, sobald wieder eine Internetverbindung besteht.
 
Backend zur Pflege und Auswertung der App-Daten
 
Administratoren und anderweitig berechtigte Personen der HSE-Abteilung können im Backend der App eine Liste der aktuellsten Unfallmeldungen einsehen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen werden ältere Meldungen nach einer bestimmten Zeit automatisch aus der Datenbank entfernt.
Zudem bietet das App-Backend Redakteuren der HAS-Abteilung bzw. Administratoren die Möglichkeit, die Unternehmens-News zu pflegen sowie Textbausteine und Inhalte zu ändern, ohne die App dafür erneut ausliefern zu müssen.

Fazit

„Die App ist jetzt schon ein Erfolg“, freut sich Marvin Braun, „wir haben in den ersten Wochen nach dem Start bereits deutlich mehr Meldungen als letztes Jahr zu verzeichnen. Und auch die Zusammenarbeit mit Panvision war wirklich sehr angenehm – von der Abstimmung mit dem Projektleiter bis hin zu den Reaktionszeiten, wenn es mal Zeitdruck gab, waren wir sehr zufrieden. Da einige Mitarbeiter auf Applikationen angewiesen sind, die nur unter bestimmten Betriebssystemen laufen, entwickeln wir momentan gemeinsam noch eine Android-Variante der App.
 
Dazu abschließende Worte von Dr. Ing. Claas Matrose, Programmleiter des HSE-Kulturveränderungsprogramms GEMEINSAM gesund & sicher: „Aus den Beinahe-Unfällen werden wir lernen und langfristig Unfälle mit hohem Risikopotenzial verhindern. Diesen Zusammenhang haben viele Untersuchungen gezeigt. Jede noch so unwichtig erscheinende Beobachtung zählt. Das kann ein kaputtes Kabel am Rechner genauso sein wie die defekte Tür am Hubsteiger. Dabei ist es wichtig, dass es für jeden von uns einfach, schnell und komfortabel ist, einen Beinahe-Unfall oder eine unsichere Situation zu melden.“
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